Liebe Kundin, lieber Kunde
Wir haben Grund zum Feiern! Teil 2
Wie Sie bereits im letzten Kundenbrief erfahren haben, ist 2025 für uns ein besonderes Jahr, denn wir feiern unser 20jähriges Bestehen. Im letzten Kundenbrief erzählte ich Ihnen von meiner Übernahme des Reformhaus Hasler in Unterägeri und den Anfängen von «Köstliches von Haas» im Jahr 2005. Damals noch im Oberdorf in Unterägeri. Die 130 m2 Ladenfläche begann ich nach und nach umzugestalten. Vorne an der Fensterfront gab es ein Bistro mit Gartenterrasse. Nebst Kaffee, Tee, Gipfeli, Sandwiches und Smoothies gab es auch schon die bekannten Streuselschnitten und Apfelstrudel.
Über Mittag hatte ich als eines der ersten Detailgeschäfte in Unterägeri durchgehende Öffnungszeiten. Manuela Schilter war meine erste Mitarbeiterin, welche ich von Hansjörg Hasler übernahm.

Es dauerte nicht lange, da bekam ich die erste Anfrage, eine Lernende auszubilden. Fatma kam aus einem Lehrabbruch, und ich hatte noch keinen Fähigkeitsausweis, um auszubilden. Mit einer provisorischen Bewilligung durfte sie jedoch bei mir anfangen, und ich absolvierte zeitgleich die praktische Prüfung als Detailhandels-Fachmann.

Da ich nun einen Ausbildungsplatz anbot, hatte ich einen Personalüberschuss, bzw. eine Stelle zu viel besetzt.
In dieser Zeit war eine Neueröffnung eines Bioladens im Raum Zug geplant, und ich wusste, wenn ich jetzt nicht nach Zug oder Baar gehe, werden Kunden abwandern. Und wie so oft im Leben, wenn eine Idee geboren wird, ergeben sich auch gleich Möglichkeiten. In Baar gab es zu dieser Zeit einen kleinen Laden «Brot und Chäs» an der Dorfstrasse 27, gleich vis-a-vis des jetzigen Bioladens. Das Geschäft wurde aufgelöst und das Ladenlokal stand zur Verfügung. Das war 2006 der Anfang von «Köstliches von Haas» in Baar. Die Finanzierung lief über Darlehen von Kunden in Unterägeri, welche ich bis da kaum kannte, und die mir ein grosses Vertrauen entgegenbrachten. Vielen Dank.
Zusammen mit Ruth Stucki war nun Manuela Schilter in Baar die Ansprechperson. In diesem kleinen Laden, auf einer Fläche von 50 m2, wurden 2000 Produkte angeboten. Jeder Quadratmeter wurde genutzt, und die bestehenden Gestelle wurden massgezimmert angepasst und optimiert. Das Gemüse wurde täglich vor dem Laden aufgebaut und am Samstag war dort ein Märtstand mit einem einladenden Gemüse- und Früchtesortiment. Bestückt wurde das Geschäft über den Laden in Unterägeri und die bestellte Ware wurde nach Baar gebracht.

Dies war Teil des Konzeptes, damit die Einkäufe überschaubar blieben. So funktionierte der Betrieb über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren.
Auf der gegenüberliegenden Strassenseite war zu dieser Zeit ein Eisen- und Haushaltwaren-Geschäft. Dieses Lokal lag sozusagen auf der Sonnenseite und hatte mehr Laufkundschaft als «unsere» Seite.
Mit diesem Lokal liebäugelte ich schon seit längerem und erzählte dies auch meinen Mitarbeitenden. Kurz darauf vernahmen wir, dass Alice Ineichen das Geschäft auflösen wollte. Wir vereinbarten eine Ladenbesichtigung. Der Innenraum war ein grosses, enggestelltes Labyrinth aus Regalen mit wenig Licht. In meinem Kopf hatte ich schon die Bilder wie ich den Laden einrichten konnte. Im Frühjahr 2009 begann der Umbau.

Die Kunst bestand darin, die drei fixen Pfosten im Ladeninnern geschickt einzubauen und Licht in die Lokalität zu bringen. Die Pfosten gaben die Schräge für den Kassenraum vor und wenn man zur Tür hereinkam, hatte man den Laden bis hinten im Überblick, hell und offen.

Die Durchgänge waren mit 70 cm genug breit für unsere Einkaufswagen, und unser Schreiner Stefan Theiler rundete die Gestelle an den Ecken ab. Das Gewürzgestell gestaltete er auf engstem Raum um einen der Pfosten herum. Beim Gemüse bildete ein Weinfass die Mitte, auf dem das Gemüse aufgebaut war.
Immer wieder wurden kleine Details angepasst. All die Gestelle und Rondellen wurden aus den alten Gestellen vom gegenüberliegenden Laden konzipiert, der Schreibtisch aus dem Holz, welches noch im Keller lagerte. Alles massgeschneiderte Eigenkreationen.
Für den Umzug blieb der Laden drei Tage geschlossen, bis er an der Dorfstrasse 32 neu eröffnet wurde. Mitarbeiterinnen und Kunden waren begeistert.
Wenn so ein Projekt angestossen wird, wird es mit der Zeit immer grösser. So auch das Projekt «Koestliches von Haas». Investitionen kamen meist, bevor sie erwirtschaftet wurden und es galt, all dies zu halten, was nur dank unserer treuen Kundschaft möglich war.
Die Ausbildungsplätze waren und sind nach wie vor gefragt, auch ohne dass wir suchen. Es werden an die 30 Lernende sein, die wir bis jetzt ausgebildet haben, und im Sommer kommen neue dazu. Oft sind es junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen, manche mit einem Lehrabbruch, wie damals Fatma, meine erste Lernende. Sie hatte damals das Gestell-Layout in Baar gestaltet, und mit einer Note von 5,3 einen super Abschluss machte. Wenn sie am Ladentisch stand, hörte ich bei ihren Verkaufsgesprächen oft mich selber reden.
Vielen Eck-Prinzipien bin ich bis heute treu geblieben, wie etwa, dass ich 6 Tage die Woche im Laden bin. Diese Konstanz bringt eine Ruhe, Übersicht und Kundenwahrnehmung mit sich.

2010 gab es eine Rochade. Manuela Schilter kam nach Unterägeri und ich war fortan im Laden in Baar. Anfänglich waren nicht alle Kundinnen und Kunden über diesen Wechsel erfreut, doch die weitere Entwicklung des Ladens bestätigte meine Entscheidung.
Wie es mit dem Laden in Unterägeri weiterging, erzähle ich Ihnen gerne im nächsten Kundenbrief. Vorab noch zwei Ankündigungen.
Wein Degustation am 6./ 7. Juni 25 in Unterägeri
Seit längerem schwebt uns die Idee vor, unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit zu bieten, unsere Weine zu probieren. Nun möchten wir die erste Degustation mit dem Schwergewicht Roséweine eröffnen. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der rosafarbenen Weine und entdecken Sie eine Vielzahl an Aromen und Nuancen. Es wird ebenfalls zwei alkoholfreie Weine und für Nicht-Rosé Liebhaber Weiss- und Rotweine im Angebot haben.
Kundenevent Bier und Seife am 21. Juni 25
Am Samstag, 21. Juni 25, werden im Laden in Unterägeri die neuen Benvajor Seifen von Markus Gysi vorgestellt. Zusammen mit der Brauerei Wildspitz (ehem. Blattmann Bier) stellt er seine Ägerital-Bierseife vor. Es besteht die Möglichkeit, Wildspitz Bier zu degustieren, selber eine Bieretikette oder Seifenverpackung zu gestalten und an einem Wettbewerb teilzunehmen. Kommen Sie vorbei.
Herzlich Ihr Haasen-Team mit
Nick Haas

